Kritik an der aktuellen Hula-Hoop-Studie – Warum sie für echte Hula-Hooper wenig aussagekräftig ist

Abbildung aus: New York University (2025). Geometrically modulated contact forces enable hula hoop levitation. Proceedings of the National Academy of Sciences, 122(1), e2411588121. © National Academy of Sciences.
Quelle: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2411588121

Worum geht es in der Studie*?

Die vollständige Studie „Geometrically modulated contact forces enable hula hoop levitation“ der New York University findenst du hier: Zur Studie auf PNAS

Eine aktuelle Studie der New York University hat untersucht, welche Körperform das Hula-Hoopen erleichtert. Die Forscher nutzten dazu 3D-gedruckte Modelle mit verschiedenen Körpertypen – darunter eine Sanduhrfigur, ein Zylinder und ein Kegel. Ihre Hypothese war, dass eine ausgeprägte Taille und breite Hüften den Reifen stabiler halten und die Bewegung erleichtern. Durch mathematische Modelle und physikalische Berechnungen kamen sie zu dem Schluss, dass eine Sanduhrfigur das beste Verhältnis für einen stabilen Hula-Hoop-Schwung bietet.

Allerdings fehlt in dieser Untersuchung ein entscheidender Punkt: Sie basiert nicht auf realen Personen oder tatsächlichen Hula-Hoop-Techniken. Die Bewegung wurde mechanisch simuliert, ohne menschliche Einflussfaktoren wie Muskelkontrolle, Technik oder Erfahrung einzubeziehen. Damit stellt sich die Frage, wie praxisrelevant diese Studie wirklich ist.

Warum ist die Studie für echte Hula-Hooper wenig aussagekräftig?

1. Fehlender Einbezug realer Hula-Hoop-Tänzer*innen

Die Studie basiert ausschließlich auf Simulationen mit 3D-gedruckten Modellen. Erfahrene Hula-Hoop-Performer nutzen jedoch gezielte Muskelkontrolle, Techniken und Training, um den Reifen zu stabilisieren – unabhängig von der Körperform. Ohne menschliche Teilnehmer fehlt der entscheidende Faktor: die aktive Steuerung der Bewegung.

2. Untersuchung nur einer Bewegungstechnik

Beim Hula-Hoop gibt es verschiedene Techniken, um den Reifen in Bewegung zu halten:

  • Kreisende Hüftbewegung (wie oft von Anfängern genutzt)
  • Vor- und Zurückbewegung (wesentlich für Multihooping und professionelle Performances)

Die Studie scheint nur eine kreisende Bewegung untersucht zu haben, was eine massive Einschränkung ist. Die Vor- und Zurückbewegung basiert stark auf Muskelkontrolle und kann unabhängig von der Körperform ausgeführt werden. Hätte man diese Technik getestet, wäre die Schlussfolgerung möglicherweise eine völlig andere.

3. Bedeutung der Muskelspannung wird ignoriert

Professionelle Hooper wissen, dass das erfolgreiche Halten des Reifens nicht nur von der Körperform, sondern von der Rumpfstabilität, der Bauch- und Rückenmuskulatur sowie der bewussten Ansteuerung der Bewegungen abhängt. Die Forscher scheinen diesen entscheidenden Aspekt völlig ignoriert zu haben.

4. Keine Aussagekraft für Multihooping oder Tricks

In der Studie wurde nicht berücksichtigt, dass viele Hooper nicht nur mit einem Reifen arbeiten. Wer mit mehreren Reifen spielt oder komplexe Tricks einsetzt, verlässt sich kaum auf seine Körperform, sondern auf Technik, Koordination und Kraft. Die Ergebnisse sind also nicht auf fortgeschrittene oder professionelle Hooper übertragbar.

5. Hula-Hoop ist eine Kunstform – keine rein physikalische Berechnung

Die Studie reduziert Hula-Hoop auf ein mechanisches Modell, anstatt die Vielfalt und Technik der realen Praxis zu betrachten. Das wäre, als würde man die Physik des Tanzens untersuchen, aber nur Schaufensterpuppen als Modelle verwenden. Hula-Hoop ist so viel mehr als nur den Reifen kreisen zu lassen – es ist Gefühl für Bewegung, Rhythmus und den eigenen Körper.

Fazit: Für wen ist diese Studie eigentlich gedacht?

Die Studie liefert zwar interessante physikalische Erkenntnisse, doch für die Hula-Hoop-Community bietet sie keinerlei verwertbare Einsichten. Ohne Berücksichtigung realer Tänzer*innen, unterschiedlicher Techniken und der Bedeutung von Muskelspannung bleibt sie ein theoretisches Experiment, das nicht in die Praxis übertragbar ist.

Die entscheidende Frage ist: Für wen ist diese Studie eigentlich gedacht, wenn sie so viele wesentliche Faktoren ignoriert? Sie scheint weder für professionelle Hooper noch für Anfänger relevant zu sein. Ist sie also nur eine rein akademische Übung ohne praktischen Nutzen?

Die Studie richtet sich in erster Linie an Physikerinnen, Mathematikerinnen und Ingenieur*innen, die sich mit Mechanik, Kontaktkräften und dynamischen Systemen beschäftigen – nicht an die Hula-Hoop-Community oder an Menschen, die das Hoopen lernen oder unterrichten. Sie untersucht ein mechanisches Modell mit 3D-gedruckten Körperformen, um physikalische Zusammenhänge zu verstehen, berücksichtigt aber keine echte Muskelarbeit, Technik oder Trainingserfahrung. Deshalb sollte man die dort getesteten Figurtypen auf keinen Fall direkt auf sich selbst übertragen.

Besonders problematisch ist, dass die Ergebnisse dieser Studie Anfänger*innen entmutigen könnten. Wer keine ausgeprägte Taille oder Sanduhrfigur hat, könnte vorschnell denken: ‚Dann schaffe ich das sowieso nicht.‘ Genau das Gegenteil ist aber der Fall – mit Technik, Training und Muskelkontrolle kann jede Körperform erfolgreich hulern lernen. Diese Botschaft darf durch akademische Modelle nicht verloren gehen.

Beim Hula-Hoop dreht sich nicht einfach nur ein Reifen. Da steckt Technik, Körperspannung und ganz viel eigenes Gefühl drin. Dafür ist die Studie nicht gedacht.

¹ Quelle: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2411588121

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